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Workshops
Die Workshops dauern in der Regel einen ganzen Tag.
On air - Einführungskurs
Mit Timo Stadler von Querfunk Karlsruhe
Eine praktische Einführung ins Freie Radiomachen für Neulinge mit allem Wissenswerten.
Live vor Ort
Mit Giso van Bochove von Radio Unerhört Marburg
Mit einem Ü-Wagen können Live-vor-Ort-Reportagen oder Mitschnitte von Ereignissen zu öffentlichkeitswirksamen Radioaktionen werden. Die Freien Radios in Baden-Württemberg können sich den Unterhalt auch von kleineren Ü-Wagen wegen ihrer geringen finanziellen Ausstattung nicht leisten. Aber wir haben Freunde! Der Ü-Wagen von Radio Unerhört aus Marburg wird das technische Herzstück der AFF-Radiotour im Juni werden.
Geräusche und mehr
Hörcollage - Workshop für Jugendliche
Mit Katja Röckel von Radio Blau Leipzig
Geräusche, Musik, Sprache - alles Bestandteile einer Hörcollage. In diesem Workshop werden eurer Phantasie keine Grenzen ausser euren eigenen gesetzt. Zu einem Thema eurer Wahl sammelt ihr Hörbares jeglicher Art und bastelt daraus im wahrsten Sinne des Wortes ein Stück Hörbares.
Von Zungenknoten bis zu Stimmknötchen - Sprechen und Stimme(n) im Radio
Mit Ariane Zeuner von Radio Dreyeckland Freiburg
Hier werden wir das "Sprechen im Radio" beleuchten, u.a. Formen des Sprechens, Hör- und Sprechmuster im Radio, sinnerfassend lesen, Aussprache, Wechselwirkung Stimme/Atem/Körperhaltungen, Sprechregie und natürlich auch einige interessante Sprech- und Sprachexperimente.
Antirassismus – Workshop für Jugendliche
Mit Marco Trotta vom Freien Radio für Stuttgart
Courage ist gegen Rassismus und rechte Gewalt gefragt. Courage heißt auch das Seminarkonzept des DGB, in dem Jugendliche lernen können, wie sie sich gegen rechte Stammtischparolen und Straßengewalt wehren können.
Von der Idee zum Beitrag: Sendefertig an einem Nachmittag
Mit Andreas Klug von Radio Dreyeckland Freiburg
Wer Radio macht will was rüberbringen. Hat ein Thema im Kopf, Fragen, vielleicht Fachwissen für ein ganzes Buch. Hervorragende Voraussetzungen, um einen kleinen Beitrag zu machen: für ein Magazin, fürs Info oder als Teil einer Schwerpunktsendung? So mancher Tag im Radio gerät zur Nerverei, die unverzichtbaren Aspekte scheinen zahllos zu sein, der/die InterviewpartnerIn überschüttet eineN mit Details, die Schneidearbeit treibt eineN zur Verzweiflung. Trotzdem: Es kann funktionieren, es gibt die Tage, an denen ein prima Beitrag in wenigen Stunden fertig ist. Wir beginnen mit einer Redaktionssitzung, finden Themen, machen einen Tag lang richtig Radio.
Das Rohe und das Gekochte
Mit Ariane Zeuner und Andreas Reimann von Radio Dreyeckland Freiburg
Wie in jeder guten Restaurantküche wird auch im Radioalltag eine Menge Abfall produziert: Kartoffelschalen, Käserinden, Interviewschnipsel, Geräuschränder. Warum nicht daraus einen Auflauf machen (oder Eintopf)? Es gibt keine guten oder schlechten Zutaten, aber auf die Mischung kommt es an. Die Extreme sind dabei selbstvergessene Willkür und hochartifizielles Getüftel. Eine gute Collage hat immer von beidem etwas. Wir sind gespannt auf eure Vorlieben.
Rebellisches Wissen und journalistische Tagesordnung.
Frauen in der Popkultur - Alltag und Utopie.
Mit Tine Plesch von Radio Z Nürnberg (Mitarbeiterin der Zeitschrift Testcard – Beiträge zur Popgeschichte)
Die Berichterstattung über Musikerinnen auch in sogenannten alternativen Magazinen entspricht nicht ihrer tatsächlichen Teilhabe am Musikgeschäft. Sie geschieht nicht kontinuierlich, sondern sporadisch und orientiert sich allzuoft allzuwenig an der Musik oder an den ihr innewohnenden diskursiven Möglichkeiten. Ohne bewußte Gegensteuerung verändert sich an diesem Sachverhalt nichts. Auf der Basis einiger kurzgefasster testcard-Artikel aus den Ausgaben # 8 Gender, # 10 Zukunftsmusik und # 11 Humor geht es um Bestandsanalyse und Gegenmodelle – die auch fürs Experimentieren im Radio geeignet sind.
Interkulturelles Radio
Mit Andrea Seifert aus Halle/Saale (Projekt Interaudio) und weiteren ReferentInnen
In den letzten Jahren nahm die Anzahl unterschiedlicher „muttersprachlicher“ Redaktionen und Sendungen in Freien Radios stetig zu. Auch die von Stiftungen und Institutionen geförderten Sendeprojekte in den Themenbereichen Migration und (Anti-)Rassismus haben die Radiosender inhaltlich bereichert und führten zu neuen Erfahrungen in der Zusammenarbeit. Doch ist die Art und Weise, wie Flüchtlinge und MigrantInnen in Freien Radios repräsentiert sind, emanzipativ oder bildet sich dabei nur die Gesellschaft, wie sie ist, ab? Entsteht etwas Neues durch den Kontakt von „deutschen“ und nichtdeutschen RadiomacherInnen oder stehen die verschiedenen Einflüsse nur unvermittelt nebeneinander?
Geschichte und Kritik der Gegenöffentlichkeit
Mit Christoph Spehr (Redakteur der internationalistischen Zeitschrift alaska, Autor von „Die Aliens sind unter uns“, München 1999)
Gegenöffentlichkeit ist die andere, die nicht vorgesehene Öffentlichkeit; gleichzeitig ist sie aber auch ein politisches Projekt. Schon in den 60ern forderten die Einen >Enteignet Springer!<, während die Anderen alternative Radios bauten. Wieder Andere begannen, die subversiven Botschaften in der Popkultur zu lesen,während Adorno-LeserInnen damals wie heute abwinkten: hat eh keinen Zweck! Die Veränderungen der medialen Landschaft und die Etablierung des Internets stellen heute neue Fragen an die Theorie und Praxis von Gegenöffentlichkeit.
Radiowellen infiltrieren den öffentlichen Raum
Mit Torsten Michaelsen und Ole Frahm von FSK Hamburg
Die Radiogruppe Ligna vom FSK versucht, in ihren Aktionen im kontrollierten öffentlichen Raum mit Hilfe des Radios unkontrollierbare Situationen zu schaffen. Ihr Mittel dafür ist die Zerstreuung der HörerInnen. Es geht dabei nicht nur um Kritik an der Kontrollgesellschaft, sondern auch um Freies Radio, das sich nicht damit begnügen darf, herkömmliche Nutzungsformen des Mediums zu übernehmen und lediglich mit anderen Inhalten und anderen Stimmen zu füllen. Freies Radio, das sich nicht zugleich als Medium der Intervention begreift, wird unterschätzt und bleibt folgenlos.
Außerdem in Planung: Ein Workshop zu Frauen in den freien Radios sowie ein Workshop zum Austausch der Info- und Politikredaktionen (ZIP-FM)
Open Camp
Das Radiocamp bietet euch auch die Möglichkeit, eigene Angebote zu machen: Workshops, Infotische, Filme ...
Das Kleingedruckte
Das Camp
DGB Jugend- und Freizeitcamp Markelfingen liegt direkt am Bodensee
zwischen Konstanz und Radolfzell und hier zwischen Allensbach und
Markelfingen.
Die Anreise
Anreisen solltest du am Donnerstag, 16.5. zwischen 16 und 18 Uhr
Abreise ist am Montag, 20.5. ca. 13 Uhr. Wer später kommen oder früher
gehen möchte, sollte das bei der Anmeldung angeben!
Mit Bahn und Bus: Das Camp liegt ca. 2,5 km östlich des Bahnhofs
Markelfingen. Wer keinen passenden Bus findet, ruft bitte an, wir holen Dich dann vom Bahnhof
Markelfingen ab.
Mit dem Auto: Autobahn Stuttgart/Singen (A81) - am Autobahnkreuz Hegau Richtung Konstanz. Am Ende der Schnellstraße rechts Richtung Markelfingen. Die nächste mögliche Abzweigung rechts auf einen geteerten Feldweg. Immer rechts halten unter der Brücke durch (Achtung: Vorfahrt Radfahrer), geradeaus über den Bahndamm. Unmittelbar nach dem Bahnübergang (hier ist der Campingplatz "Willam") links am Bahndamm entlang. Nach 100 Metern kommt auf der rechten Seite das Tor zum DGB- Camp.
Vielleicht willst Du wissen, ob Du Dein Regencape brauchst: die aktuelle Wettervorhersage für die Region Markelfingen und noch viele weitere Informationen über das Camp in Markelfingen findest du auch im Internet unter
www.dgb-jugendcamp.de
Die Kosten
Der TeilnehmerInnenbeitrag ist 50 Euro für SchülerInnen, Azubis, StudentInnen, Erwerbslose, Zivildienstleistende, Gewerkschaftsmitglieder... und 65 Euro für Normalverdienende. Kinder unter 6 Jahren sind frei, von 6-11 Jahren müssen 20 Euro, von 11-14 Jahren 35 Euro bezahlt werden. Im Beitrag sind die Kosten für Übernachtung, Essen und die Workshops enthalten. Bezahlen mußt du per Überweisung vor Beginn des Camps. Fahrtkosten können nicht erstattet werden. Nach Ende der Anmeldefrist bekommen alle Angemeldeten eine Teilnahmebestätigung mit einer nochmaligen Anfahrtbeschreibung und einer Tagesauflistung der Workshops. Es ist nicht möglich, sich für einzelne Tage anzumelden.
Das Sonstige
Das Mindestalter für die Teilnahme ist 16 Jahre, sofern keine Erziehungsberechtigten mit kommen.
Mitbringen musst du vor allem deinen Schlafsack und ein Bettuch - die Übernachtung ist in einem der vielen Hauszelte mit jeweils 6 Betten. Mitbringen kannst du auch Texte, O-Töne, CDs oder MCs, Bücher und Leercasetten, damit du Material zum Beiträge produzieren hast. Ansonsten Zettel und Stift zum Mitschreiben und vielleicht Musikinstrumente und Spiele für die Freizeit und natürlich gute Laune.
Nicht mitbringen darfst du Haustiere aller Art.
Auf dem Camp gibt es viele Freizeitmöglichkeiten: einen eigenen Badestrand, Fußballplatz, Volleyballfeld, Tischtennisplatten, und ein Freizeitprogramm am Abend, das mit Filmnächten, Lagerfeuern (Topsong: "Auf nach Havanna"!) oder Discos für Abwechslung sorgt.
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