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Lokalradio, bei dem keine/r der Sendung- machenden bezahlt wird!
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"Die paar Menschen, zu denen die Wahrheit sich geflüchtet hat,
erscheinen als lächerliche Rechthaber, die eine bombastische Sprache
führen und nichts hinter sich haben.
Die unangenehmste Entdeckung,
zu welcher der Materialismus führt, ist der Umstand, daß die Vernunft
nur existiert, sofern sie ein natürliches Subjekt hinter sich hat."
- Max Horkheimer -
"An die Wurzeln gehende Gesellschaftskritik sieht sich wegen
ihrer extremen Minderheitsposition heute schnell in der Situation
eines Menschen, der in eine Irrenanstalt geraten ist, deren Insassen
erkennbar alle dem gleichen Wahn verfallen sind.
Jeder Versuch,
die Lage zu klären, führt unweigerlich dazu, selbst für verrückt ge-
halten zu werden.
Normal ist schließlich immer die Mehrheit."
- Claus Peter Ortlieb -
"Der Sachzwang ist Kronzeuge dafür, daß heute
die Dinge über die Menschen, die Objekte über
die Subjekte gebieten und nicht umgekehrt."
- Dr. Indoktrinator -
Der Sachzwang ist bloße Ideologie. Gleichzeitig ist er aber auch real.
Ideologie "wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift",
bemerkte schon Karl Marx. Und es gibt keinen Grund anzunehmen,
daß dies nicht auch für die Kritik aller Ideologie gelten soll.
Mit diesem Verhältnis von Subjektivem zu Objektivem ist gleichzeitig
auch schon alles über das "Verhältnis von Theorie und Praxis" gesagt.
Immer nur Radio hören! Immer nur lesen! Immer nur klug daherfaseln!
Tu doch mal was! Von wegen ...
Wer sich mit (womöglich moralischer) Kritik an "Mißständen" begnügt,
ohne der Struktur des selbstgenügsamen Systems von Sachzwängen
auf den Grund zu gehen -- und damit gleichsam eine neue Welt zu ent-
decken, die doch die alte ist --, endet bestenfalls als sentimental appel-
lierender Naivling; schlimmstenfalls wird jedoch, wer das Bestehende
in dessen eigenen Kategorien "kritisiert", zum Teil jener konformisti-
schen Revolte, die sich Faschismus nennt.
Wir würden niemals Sachzwang FM hören:
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Wir vielleicht schon:
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Sachzwang FM ist sporadisch zu hören bei Querfunk spezial (Sonntags 20:00--22:00 Uhr).
Ausgewählte Sendungen der Reihe sind als Audio-Dateien abgelegt bei www.Freie-Radios.net.
Die Redaktion bedauert einräumen zu müssen, daß -- aus erbärmlichen Gründen des sog. Urheberrechtes -- die Nutzung der Beiträge seit neuestem nur den Freien Radios selbst
zusteht.
Die jüngsten Beiträge:
-
Vom Verfallsdatum des Kapitalismus,
hier
(Okt. 2009)
-
Dialektik des Glücks,
hier
(Sept. 2009)
-
Gottes Spektakel,
hier
(Juli 2009)
-
Death Metal, das automatische Subjekt,
1.Teil,
2.Teil
(Juni 2009)
-
"Gut aufgestellt" und "Hausaufgaben gemacht" (ein Kommentar),
hier
(Juni 2009)
- . . .
Im folgenden eine nach Themenfeldern geordnete Auflistung.
Jede Sendung dauert zwei Stunden,
Namen in Klammern deuten auf Vorträge im Originalton hin.
Die Reihe wird fortgesetzt.
Über die kapitalistische Totalität
und ihre Geschichte
Subjektlose Herrschaft
Folge I: __
1. Teil __
2. Teil
Folge II: __
1. Teil __
2. Teil
Subjektivität vs. Totalität
(zum Schwarzbuch Kapitalismus)
1. Teil __
2. Teil
Zur Dialektik von Mangel und Überfluß
1. Teil __
2. Teil
Die Krise -- "nur mal so als Fakt"
(Thomas Ebermann, Michael Heinrich)
1. Teil __
2. Teil
Vom Verfallsdatum des Kapitalismus
(Robert Kurz)
hier
Kalkül und Wahn, Vertrauen und Gewalt
(Joachim Bruhn)
1. Teil __
2. Teil
Zum Begriff der Gesellschaft
(Joachim Bruhn)
1. Teil __
2. Teil
Die Maschine der Selbstverantwortung
... in der Mache ...
Der Urknall der Moderne
1. Teil __
2. Teil
Über die Dialektik der Aufklärung
... yet to come ...
Kapitalakkumulation, überall
-- das 20. Jahrhundert
1. Teil __
2. Teil
Der Tod des sterblichen Gottes --
Aufstieg und Fall des Nationalstaats
1. Teil __
2. Teil __
3. Teil
Das Ende der Zukunft
1. Teil __
2. Teil
Abschied von der Politik
1. Teil __
2. Teil __
3. Teil
"Einheit des Vielen ohne Zwang":
der Kommunismus Theodor W. Adornos
(Joachim Bruhn)
1. Teil __
2. Teil
Das (un)aufgelöste Rätsel der Geschichte
(Manfred Dahlmann)
1. Teil __
2. Teil
Über einige ihrer Momente
Super neue Weltordnung
1. Teil __
2. Teil
Kulturarbeit und "sozialer Frieden"
1. Teil __
2. Teil
Vom Rhythmus des Kapitalismus
1. Teil __
2. Teil
Die Welt als Machenschaft --
Unsere Globalisierungsgegner
... yet to come ...
Dritte Welt, dritter Weg, Drittes Reich
(Uli Krug, Clemens Nachtmann)
1. Teil __
2. Teil
Rauschgift, Wellness, Volksgesundheit
1. Teil __
2. Teil
Schöne neue Arbeitswelt
... in der Mache ...
Die Ideologie der Postmoderne
... yet to come ...
Spezialisten fit fürs 21. Jahrhundert --
bürgerlicher Wissenschaftsbetrieb
1. Teil __
2. Teil
Verfall, Zerfall, Populismus
1. Teil __
2. Teil
Anachronismus Copyright
1. Teil __
2. Teil __
3. Teil
Über ihre vermeintliche Aufhebung
-- die deutsche Ideologie
Die faschisierte Gesellschaft
(Clemens Nachtmann)
1. Teil __
2. Teil
Der ideologische Kern des Antisemitismus
(Moishe Postone)
1. Teil __
2. Teil
Die Nichtbegreifbarkeit von Auschwitz
(Joachim Bruhn)
1. Teil __
2. Teil __
3. Teil
Rechte Vordenker der völkischen Mitte
(Stefan Braun, Gerhard Scheit)
1. Teil __
2. Teil
10 Jahre Deutschland -- die Mitte und die Rechte
(zum 3. Oktober 2000)
1. Teil __
2. Teil __
3. Teil
Deutschland und die Totalitarismustheorie
1. Teil __
2. Teil __
3. Teil
Der Holocaust und die deutsche Gesellschaft
(Ulrich Herbert)
1. Teil __
2. Teil
"Hitler war's!" -- Die Deutschen und ihr Führer
(Hannes Heer)
1. Teil __
2. Teil
Fortleben und Mystifizierung
des Nationalsozialismus
... in der Mache ...
zum 11. September 2001:
Aufstand der anständigen Muslime [die zweite]
1. Teil __
2. Teil
Vom Anstand der aufständischen Muslime
1. Teil __
2. Teil
Aufstand der anständigen Märtyrer
1. Teil __
2. Teil
Islamismus und Faschismus
(Matthias Küntzel, Justus Wertmüller)
1. Teil __
2. Teil
Die Umma als Volksgemeinschaft
1. Teil __
2. Teil
Ressentiment und Fortschritt
(Joachim Bruhn, Uli Krug, Tjark Kunstreich)
1. Teil __
2. Teil
Über Subjektivität
Subjektivität vs. Totalität
(zum Schwarzbuch Kapitalismus)
1. Teil __
2. Teil
Über die Dialektik der Aufklärung
... yet to come ...
Der Wert und das Ich --
Marx, Freud und Adorno
(Uli Krug)
1. Teil __
2. Teil
Psychoanalyse und Gesellschaftskritik
(Christine Kirchhoff)
1. Teil __
2. Teil
Keine Ideologiekritik ohne Psychoanalyse --
150 Jahre Sigmund Freud
1. Teil __
2. Teil
Dialektik des Glücks
hier
Erkennen und Begehren
(Lars Quadfasel)
1. Teil __
2. Teil
Kernphysik des In-dividuums
... yet to come ...
Zwischen Allmacht und Ohnmacht
1. Teil __
2. Teil
Psychoanalyse als Subjekttheorie
1. Teil __
2. Teil
Psychoanalyse als Erfahrungstheorie
1. Teil __
2. Teil
Gottes Spektakel
hier
Zur Kritik der Moral
(Manfred Dahlmann)
1. Teil __
2. Teil
Sex -- Verdränger werden zu Verfolgern
1. Teil __
2. Teil
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Sonstiges
Personenkult
Musik
Weiteres
"Die vernünftigen Menschen passen sich der Welt an;
die unvernünftigen versuchen, sie zu verändern.
Deshalb hängt aller Fortschritt von den Unvernünftigen ab."
- G.B. Shaw -
Credits
"So steht es um die Ästhetisierung der Politik, welche der Faschismus betreibt.
Der Kommunismus antwortet ihm mit einer Politisierung der Kunst."
- Walter Benjamin, 1936 -
Titelmusik:
-
"Half control"
(Arsenal, 1988)
-
"Wickedness increase"
(Unitone Hifi, 1995)
-
"The sound of the big Babou"
(Laurent Garnier, 1999)
-
"Kid for today"
(Boards Of Canada, 2001)
-
"8 eyes"
(Contriva, 2001)
-
"Everything's impossible"
(Thinking Fellers Union Local 282, 2001)
Ausgewählte Hintergrundmusik:
-
Scorn / Mick Harris
-
Source Direct
-
Riou
-
Christoph de Babalon
-
MRI
-
Lawrence
-
Carsten Jost
-
Autechre
-
Plastikman / Concept 1
-
Pole
-
Seefeel
-
Boards Of Canada
-
Techno Animal
-
Bohren & der Club of Gore
-
Gore
-
Earth
-
Couch
-
Contriva
-
Combustible Edison
-
Martin Denny
-
Les Baxter
Ebenfalls hörenswert:
-
"Nicht mein Verein"
(Knarf Rellöm, 1998)
-
"Taliban"
(Max Müller, 1999)
-
"Ihr seid immer nur dagegen,
macht doch mal bessere Vorschläge"
(Knarf Rellöm, 1997)
"Der Dadaismus wollte die Kunst aufheben, ohne sie zu verwirklichen;
der Surrealismus wollte die Kunst verwirklichen, ohne sie aufzuheben."
- Guy Debord, 1967 -
Über dieses Verzeichnis
Manchem mag die obige Strukturierung der Themen scholastisch, "dog-
matisch" oder wenigstens willkürlich erscheinen. Es ist in Zeiten wie die-
sen nicht opportun, anmaßende Ansprüche von Relevanz und Erkennt-
nis vor sich herzutragen.
Das mehr oder weniger hippe Gerede davon, daß "das Denken in Haupt-
und Nebenwidersprüchen" überholt sei -- gleich, ob von bürger-, frauen-
oder friedensbewegter Seite vorgetragen --, kann nicht die Erkenntnis
trüben, daß es der den Alltag konstituierenden Prinzipien allzu viele nicht
sind. Die penetrante Schelte gegen das Insistieren auf "Monokausalität"
verkennt eine so gar nicht komplexe und vielschichtige und "rhizomati-
sche", dafür aber umso hermetischere Welt aus Sachzwängen, die zwar
nicht individuell zu durchbrechen, wohl aber menschengemacht und also
aufhebbar sind.
Aus eben diesem Grund ist dieser Seite das Kapitel über die real existie-
rende Totalität von Ökonomie vorangestellt und nicht etwa jenes über
Subjektivität, wird diese doch erst durch jene konstituiert.
Das heißt insbesondere, daß es keine Geschmacksfrage ist, wie Theorie
ihren Gegenstand kritisch durchdringen kann, sondern daß das Begrei-
fen der "ganzen Scheiße" (Marx) sich an seiner Struktur zu orientieren
hat. Das Ganze ist aber nicht hegelianisch und affirmativ als ein System
zu verstehen, das notwendigerweise ist, sondern als der historische Irr-
weg, den die bis auf den heutigen Tag andauernde Vorgeschichte der
Menschheit ausmacht.
"Ideologie ist wie Mundgeruch. Es haben immer nur die anderen."
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